Kuhschwanzfest in Eisfeld
Das Kuhschwanzfest in Eisfeld kann auf eine 400-jährige Geschichte zurückblicken. Der Überlieferung nach sei der Name "Kuhschwanzfest" sei eine böswillige Anspielung auf das traditionelle Volksfest der Eisfelder gewesen, in deren Festumzug vornehmlich Ochsen und Kühe die Wagen zogen. Obwohl sich eine bestimmte Festordnung - Feuerwehrübung, Aufzug der Bürgergarde, des Stadtkommandanten und seines Adjutanten, Trommler- und Pfeifenchor und der aktuelle Festumzug - herausgebildet hatte, so spiegelt doch die phantasievolle Gestaltung der Festwagen auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zeitereignisse wieder. Seinen Höhepunkt erlebte das Kuhschwanzfest, getragen und geformt von den Vereinen, von der einheimischen Industrie, vor allem der Spielzeugindustrie, von den Handwerksfirmen, in den zwanziger und dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts, als in den Festumzügen volkstümlicher Witz und Einfallsreichtum und zeitbezogene Aktualität zum Ausdruck kam, bevor die jahrhundertealte Tradition während der Nazizeit und durch die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges für lange Zeit erlosch. Zu DDR-Zeiten konnte sich das Fest trotz großer Resonanz nicht behaupten, erst seit 1992 wird es wieder gefeiert. Der Ablauf des Pfingstdienstags ist heute nahezu identisch mit den Gepflogenheiten der zwanziger und dreißiger Jahre: der Spielmannszug der Feuerwehr weckt am Morgen die Bürger der Stadt, am Vormittag gibt es den Wachaufzug in der Breiten Straße, am Nachmittag findet die Feuerwehrübung statt und am frühen Abend beginnt mit dem Kommandantenritt auf dem Markt der Festumzug.
Datum:
12. Juni 2011 - 14. Juni 2011
Ort:
Anlage des Otto-Ludwig-Garten
98673 Eisfeld
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